Was frisst ein Hund in der Natur – und was hat das mit moderner Ernährung zu tun?

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren der Welt – und doch vergessen viele, wo sie ursprünglich herkommen. Auch wenn dein Hund gemütlich auf dem Sofa liegt: Seine Verdauung, sein Geruchssinn und seine Zähne zeigen ganz klar, dass er vom Wolf abstammt. Was heißt das für seinen Napf? Und warum setzen immer mehr Hundehalter auf getreidefreies Hundefutter, um ihren Vierbeinern etwas Gutes zu tun?

Die Natur als Vorbild: Was fressen Wölfe und wilde Hunde?

Der Wolf ist der direkte Vorfahre des Hundes. Sein Speiseplan besteht aus:

  • Fleisch: Muskelfleisch, Fett, Sehnen
  • Innereien: Herz, Leber, Lunge – Vitamin- und Mineralstoffquellen
  • Knochen: Kalziumlieferant, natürliche Zahnreinigung
  • Mageninhalt der Beute: Vorverdaute Gräser, Beeren, Wurzeln

Was auffällt: Getreide spielt keine Rolle. Ein Wolf erlegt keine Weizenfelder. Er deckt seinen Nährstoffbedarf über tierisches Eiweiß und pflanzliche Ballaststoffe – in kleinen Mengen.

Der große Unterschied: Industrielles Fertigfutter

Die Realität: In vielen Futtersorten aus dem Supermarkt stecken bis zu 50 % Getreide – Weizen, Mais oder Reis.
Für den Hersteller ist das günstig und leicht zu verarbeiten. Für den Hund bedeutet es: Viele Kohlenhydrate, oft Gluten, versteckter Zucker.
Das widerspricht seiner natürlichen Verdauung, die für Eiweiß und Fett optimiert ist.

Die Folgen:

  • Häufige Blähungen und weicher Kot
  • Hautjucken oder stumpfes Fell
  • Übergewicht durch „leere Energie“
  • Unverträglichkeiten

Warum getreidefreies Hundefutter näher an der Natur ist

Ein gutes getreidefreies Hundefutter ahmt den Speiseplan der Natur nach:

  • Hoher Fleischanteil (70–90 %)
  • Klar benannte Fleischquellen (keine „Nebenerzeugnisse“)
  • Gemüse, Kräuter & Öle für Vitamine
  • Kein Zucker, keine künstlichen Farb- oder Lockstoffe
  • Feuchtigkeit wie in der Beute – ideal für Nieren & Blase

FAQ: Frisst mein Hund nicht sowieso Gras?

Viele Hundehalter wundern sich: Warum frisst mein Hund draußen Gras, wenn er doch Fleischfresser ist?

Ganz einfach: Gras dient als natürliche Ballaststoffquelle und kann helfen, den Magen zu reinigen.
Auch Wölfe fressen den Mageninhalt ihrer Beute – inklusive Pflanzenreste.
Das zeigt: Kleine Mengen pflanzlicher Kost sind okay – nur riesige Mengen Getreide haben dort nichts zu suchen.

Praxistipp: So setzt du Naturprinzipien zu Hause um

  1. Deklaration prüfen: Achte auf klar benannte Fleischsorten, keine „Nebenerzeugnisse“.
  2. Getreidefrei heißt auch: Keine versteckten Stärken. Meide zu viel Kartoffelmehl & Erbsenprotein.
  3. Nassfutter bevorzugen: Enthält natürliche Feuchte, schont die Nieren.
  4. Leckerlis checken: Viele Snacks enthalten Getreide – lieber getreidefreie Alternativen geben.
  5. Umstellen in Etappen: Mische altes & neues Futter über 7–10 Tage.

Beispiel: Wie Pauls Umstellung funktionierte

Pauls Besitzerin hat ihn jahrelang mit Trockenfutter gefüttert. Blähungen, stumpfes Fell, Juckreiz an den Ohren – alles „normal“. Erst der Wechsel auf ein getreidefreies Hundefutter mit 90 % Fleischanteil brachte die Wende: Paul frisst langsamer, Fell glänzt wieder – und der Kot ist fest und geruchsärmer. Ein gutes Zeichen, dass seine Verdauung entlastet ist.

Fazit: Mehr Natur im Napf zahlt sich aus

Wer seinen Hund wie einen Wolf füttert, muss keine ganze Beute servieren – aber ein hochwertiges, getreidefreies Hundefutter kommt dem ziemlich nahe.
So bleibt dein Hund vital, aktiv – und du ersparst dir Tierarztkosten, die durch Übergewicht & Unverträglichkeiten entstehen können.

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